Am 1. Mai treten einige neue Gesetze, Regelungen und Bestimmungen in Kraft. Was ist neu, was wird geändert? Steuererklärung, Euro-Scheine und die hohen Gebühren für Telefonate ins EU-Ausland.

Im Mai stehen jedes Jahr Veränderungen ins Haus. Manchmal mehr oder weniger positiv. Hauptsächlich geht es jedoch um Anpassungen im Bereich Finanzen.

So werden neue Geldscheine in Umlauf gebracht und wenn du dich schon immer über teures Telefonieren ins EU-Ausland aufgeregt hast, kannst du dich freuen. Das Telefonieren ins EU-Ausland wird deutlich günstiger. Und wenn dann noch die Steuererklärung erst später abgegeben werden muss ist das doch eine Feine Sache.

Zudem will die Bundesregierung mit ihrem geänderten Bundesimmissionsschutzgesetz Diesel-Fahrverbote zukünftig vermeiden.

Steuererklärung: Zwei Monate mehr Zeit

Abgabe der Steuererklärung bis 31.Juli? Ja das stimmt. Musste bisher die Steuererklärung mit allen Dokumenten und Belegen bis Ende Mai beim Finanzamt abgegeben werden, hast du seit diesem Jahr 2 Monate mehr Zeit.

Hast du einen Steuerberater der dich unterstützt, hast du sogar noch mehr Zeit. Immer bis Ende Februar des Folgejahres. Das heisst du hättest für die Steuererklärung 2018 bis zum 29.Februar 2020 Zeit.

Günstig ins Ausland telefonieren

Telefonierst du öfter ins Ausland oder bis im EU-Ausland unterwegs, kannst du bereits seit Mitte 2017 günstiger telefonieren. Die Roaming-Gebühren für Handygespräche innerhalb der EU wurden am 15. Juni 2017 abgeschafft.

Ab dem 15. Mai wird es noch günstiger, denn dann dürfen zukünftige Gesprächsminuten von Deutschland in ein anderes EU-Land nur noch maximal 19 Cent kosten. Egal ob für Festnetz- oder Mobil-Telefonie. Eine SMS dann nur noch maximal sechs Cent. Vergessen darf man dabei natürlich die gute alte Mehrwertsteuer nicht. Denn die kommt natürlich auf Preise noch oben drauf.

Diesel-Fahrverbote? Da war doch was?

Ebenso greift im Mai das geänderte Bundesimmissionsgesetz, welches die Neuregelungen des Eckpunktepapiers zum Konzept für „Saubere Luft und individuelle Mobilität“ umsetzt. Darin werden Fahrverbote in Städten als unverhältnismäßig eingestuft, wenn das Stickoxid in der Luft den Grenzwert nur geringfügig überschreitet.

Der Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun (CDU) sagte dazu: „Unser Ziel ist es, Fahrverbote generell zu vermeiden. Wir glauben, dass Fahrverbote in dem Abschnitt zwischen 40 und 50 Mikrogramm nicht verhältnismäßig sind.“ Das sei nur eine geringfügige Überschreitung des Grenzwertes der Europäischen Union.

Außerdem bestimmt das Gesetz, welche Fahrzeuge mit Hardware-Nachrüstungen von Fahrverboten ausgenommen sind – so zum Beispiel der Euro-6, Euro-4 und Euro-5-Diesel. Ebenfalls davon verschont sind Nutzfahrzeuge, in erster Linie solche, bei denen die Nachrüstung mit öffentlichen Geldern gefördert wurde, wie bei Handwerker- und Lieferfahrzeugen.

Zwei neue innovative Geldscheine

Am 28. Mai kommen zwei neue Euro-Geldscheine in Umlauf. Nachdem es bereits die Fünfer, Zehner, 20er und 50er in neuer Optik gibt, werden aktuell die 100- und 200-Euro-Scheine überarbeitet. Die zwei Banknoten aus der sogenannten zweiten Europa-Serie werden mit besonderen Sicherheitsmerkmalen versehen – beispielsweise mit dem als glänzende „Smaragd-Zahl“ aufgedruckten Nennwert. Kippt man den Schein, ändert sich die Farbe der Zahl.

Übrigens: Es wird keinen 500-Euro-Schein mehr geben. Dieser wird ersatzlos gestrichen. Solltest du allerdings noch Scheine in deinem Sparstrumpf haben, brauchst du dir keine Sorgen machen. Jeder Schein der ersten Serie, unter anderem auch der 500er, ist unbefristet jederzeit umtauschbar.

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